WK-Belgien
Das Palais Stoclet in Brüssel
Als der Bankier und Kunstsammler Adolphe Stoclet 1905 sein Haus bei Josef Hoffmann, einem der führenden Architekten der Wiener Secessions Vereinigung in Auftrag gab, erlegte er dem Projekt weder äthetische noch finazielle Einschränkungen auf. Haus und garten wurden 1911 fertiggestellt. Die strenge Geometrie der Anlage makriert einen Wendepunkt im Jugendstil (Art Noueveau). Man kann sagen, es handelt sich um eine Vorausschau in den Art Deco und die moderne Architekturbewegung. Das Stoclet Haus ist eines der vollendesten und zugleich homogenen Gebäude der Wiener Secession. Es verweist auf Werke von Kolman Moser, Gustav Klimt und verkörpert zugleich das Streben nach der Schaffung eines 'vollendeten Kunstwerks' (Gesamtkunstwerk). Es verkörpert aber auch das Zeugnis architektonischer Erneuerung in Europa und hat bis heute ein hohes Maß an äusserer und innerer Integrität und besitzt im Wesentlichen noch sein ursprüngliches Inventar und die Möbel.
(Bilderquelle auf dieser Seite: Autor: Jean-Pol Grandmont. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.5 US-amerikanisch lizensiert.
Das Plantin-Moretus-Museum für Buchdruck in Antwerpen
Das Plantin-Moretus Musem in Antwerpen ist ein Druckerei- und Verlagshaus aus der Renaissance und dem Barock. Antwerpen war bereits damals eine der drei führenden Städte im Europäischen Druckgewerbe, nach Paris und Venedig und ist auf das Engste mit der Geschichte, der Weiterentwicklung und der Verbreitung der Typographie verbunden. Sein Name verweist auf den berühmtesten Drucker und Verleger in der zweiten Hälfe des 16. Jhs. Christoph Plantin (1520-1589). Das Gebäude ist von besonderem architektonischem Wert, denn es enthält nahezu lückenlose Belege von Leben und Arbeit im porduktivsten Druck- und Verlagshaus in Europa der damaigen Zeit. Die Druck- und Verlagsgesellschaft war noch bis 1867 aktiv und die Sammlung enthält zahlreiche Kollektionen von Malerausrüstungen, eine ausgedehnte Bibliothek unschätzbar wertvolle Archive und Kunstwerke darunter ein Gemälde von Peter Paul Rubens.
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Jugendstilbauten von Victor Horta in Brüssel
Es sind 4 grosse Stadthäuser in Brüssel, die der Architekte Victor Horta plante und ausführte, die zum Welkulturerbe der UNESCO gehören. Der Künstler lebte vom 6.1.1861 bis 9.9.1947 und gilt als der früheste Initiator des Jugendstils. Seine vier Stadthäuser gelten als Pionierarbeiten in diesem Stil des Art Nouveau. Man setzte sie damals einer architektonischen Revolution gleich. Sie wurden sehr offen geplant wobei die Streuung des Lichts von besonderer Bedeutung ist. Die brilliante Verbindung der runden Linien in der Dekoration mit dem Gebäude ist ein weiterer Meilenstein im frühen Jugendstil.
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Kathedrale Notre Dame in Tournai (Liebfrauenkathedrale)
Die Kathedrale Notre Dame in Tournai entstand in der ersten Hälfte des 12. Jhs. Berühmt ist die Kathedrale wegen ihres aussergewöhnlich grossen Mittelschiffs im romanischen Stil. Der Figuren-Reichtum an ihren Kapitellen ist einzigartig für diese Bauzeit ebenso wie das grosse Querschiff, daß von 5 Türmen abgeschlossen wird. Die Türme gelten als dirkete Vorläufer des gotischen Stils, der im Chorraum in Vollendung zu sehen ist. Der Chorraum der Kathedrale von Tournai wurde zwischen 1242 und 1255. neu errichtet und stammt nicht aus der Erbauerzeit.
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Die Altstadt von Brügge
Das histrorische Stadtzentrum von Brügge ist ein herausragendes Beispiel einer historischen mittelalterlichen Siedlung, welche ihre althergebrachte Struktur bewahren konnte. Der vorherrschende Stil ist die Gotik, ein Stück der damaigen Identität der Stadt Brügge. Als eine der bedeutenden komerziellen und kulturellen Städte Europas, hatte Brügge Beziehungen in viele verschiedene Teile der Welt und so zeigen sich Einflüsse dieser Eindrücke, die Händler und Seefahrer mit nach Belgien brachten, ganz deutlich. Die historische Altstadt von Brügge ist oval angelegt und rund 20000 Einwohner der Stadt leben im historischen Viertel, das 430 ha gross ist. Wie einige andere Städte auch, die von Kanälen durchzogen sind, führte auch Brügge den Beinamen 'Venedig des Nordens'. Brügge erhielt Stadtrechte am 27. Juli 1128 und schon kurz danach begann man damit Mauern und Kanäle zu errichten oder vorhandene Mauern zu erweitern. Schon damals war der Wollmarkt berühmt und die Wolle verarbeitende Industrie eine der wirtzschaftlichen Säulen von Brügge. Nur so ist es zu erklären, daß in der historischen Altstadt noch heute prachtvolle Handelshäuser zu sehen sind und die Kanäle mit diesen Gebäudekomplexen zu einem harmonsichen Gesamtbild verschmelzen.
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