Weltkulturerbe Afghanistan
Weltkulturerbe: Afghanistan
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Minarett und archäologische Funde von Jam

Das Minarett von Jam wurd im 12. Jahrhundert erbaut und ist mit einer Höhe von 65 m nach dem Qutb Minar in Neu Delhi/Indien das zweithöchste Backstein-Minarett der Welt. Die Basis ist 9 m im Durchmesser, darauf sind vier nach oben hin schmaler werdende, zylindrische Turmschäfte aufgesetzt. Im Inneren befindet sich eine doppelte Wendeltreppe. Der Turm kann bis zur Spitze bestiegen werden. Einst gehörte zu dem Minarett eine mittelgrosse Moschee, die, der Überlieferung nach, durch ein Hochwasser zerstört wurde.
Die ersten archäologischen Untersuchungen fanden 1960 statt. Das Bauwerk ist bedroht durch die Fluten des nahe liegenden Flusses bedroht. Die UNESCO unternimmt Antsrengungen das Minarett zu retten, das auf der roten Liste des bedrohten Weltkulturerbes steht.
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Kulturlandschaft und archäologische Stätten des Bamiyan-Tals
(Buddha-Statün von Bamiyan)

Die berühmten Buddha-Statuen von Bamiyan wurden zwischen 500 und 550 n. Chr. aus rotem Sandstein geschaffen und standen spätestens nach dem Einzug des Islam im heutigen Afghanistan ständig in der Gefahr beschädigt oder zerstört zu werden. Seit dem 17. Jh. hat es immer Wieder Versuche gegeben, die Statuen zu beseitigen.
Doch nachdem sie die Jahrhunderte überdauert hatten, kam es 1998 unter dem Regime der Taliban zur Vernichtung der Denkmäler und damit auch zur augenscheinlichen Zurückdrängung des Buddhismus auf dem Staatgebiet des muslimischen Landes.
26 Tage wurde auf die Figuren geschossen ohne das Ziel zu erreichen. Daraufhin ordnete Mullah Mohammad Omar die Sprengung der Weltkulturerbestätten an obwohl die Weltöffentlichkeit mit Protest reagierte und alles versuchte, um dieses Vorhaben zu verhindern.
Die Buddha-Statuen von Bamiyan lagen in dem 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan, das den Gebirgszug des Hindukusch von den Koh-i-Baba Bergen trennt, etwa 230 Kilometer nordwestlich von Kabul liegt. Sie waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.
Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben in den letzten Jahren, dass die Entstehung der Statuen auf die Gandhara Kultur zurückgeht, jene Kultur, die an den Knotenpunkten zwischen Indien, China und den Völkern im Norden lag.
Entlang der Seidenstraße waren in Zentralasien eine Reihe unterschiedlich großer Siedlungen und Reiche entstanden, die bis zum Vordringen des Islam ab dem 7. Jahrhundert meist buddhistisch geprägt waren.
Die Buddhastatuen waren von Wohnhöhlen umgeben, die einst von Mönchen bewohnt waren und die hier in Fresken eine hohe Kunstfertigkeit bewiesen.
Pläne, die Statuen wieder aufzubauen, sind bereits einige im Umlauf. Schweizer und Deutsche sind mit der Sicherung der Materialien, deren weitere Erforschung beschäftigt und vermessungsdaten aus den 70er Jahren werden zu Rate gezogen, wenn es darum geht, die
Afghanistan ist mit der Zerstörung der Buddhastatuen einer seiner grössten Sehenswürdigkeiten beraubt worden, denn vor dem Krieg besuchten jährlich 100 000 Touristen das malerische Tal von Bamiyan.
