längengrad
Längengrad
Die genaue Bestimmung der Längengrade kann man ohne zu übertreiben als einen Meilenstein in der Entwicklung des Menschen bezeichnen. Wurde die Erde schon in der antike in 360 Teile von Ost nach West unterteilt, war die genaue Messung und die Bestimmung eines Längengrads damals noch nicht möglich.
Noch im Jahre 1707 steuerte der britische Admiral Schovell, eigentlich ein guter Seemann, sein Schiff Richtung Heimat durch den Ärmelkanal. Trotz eindringlicher Hinweise eines Matrosen setzte der Admiral seinen Kurs unvermindert fort und sein Schiff fuhr ins Verderben. Es rammte einen Felsen und sank innerhalb weniger Minuten. Insgesamt gingen bei dieser berühmten Katastrophe 5 Kriegsschiffe verloren und 1700 Männer ließen ihr Leben. Diese und ähnliche geeignetste sind direkt auf das Fehlen der genauen Bestimmung des Längengrades zurückzuführen.
1762 gelang es einem zunächst unbedeutenden schottischen Uhrmacher, John Harrisson, eine Uhr zu entwerfen und zu bauen, die erstmals in der Lage war Schiffsbewegungen auszugleichen und damit eine genaue Zeitbestimmung vorzunehmen und somit auch den Längengrad exakt festzustellen. Seine 4 Uhren (H1-H4) befinden sich noch heute im Museum, das exakt an der Stelle des 0. Längengrades bei Greenwich liegt.
Während der Äquator als Nullpunkt für die breiten Grade eindeutig ist, verfügte man zunächst über eine solch fixe Einteilung für die Längengrade nicht besorgen unterschiedliche Mullmeridiane benutzt.
Erst 1883 man sich während einer Konferenz in Rom auf Greenwich bei London einigen. Die Ursache dafür, dass Längen gerade erst so spät, ab dem 18. Jahrhundert exakt bestimmt werden konnten, liegt in der Ungenauigkeit der Uhren, die bis dahin verwendet worden waren.
Zur Bestimmung des Längengrades muss die Zeit des Sonnenhöchststands an einem unbekannten Ort im Vergleich zum Sonnenhöchststand an der Stelle des Nullmeridians genau bestimmt werden. Die Längengrade werden in 180 Grad Ost und 180° West unterteilt.
