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Der asiatische Kontinent

Oman - Staatsmoschee in Muskat

Der grösste Kontinent umfasst rund 1/3 der Landmasse auf unserem Planeten. Schon auf Grund seiner Ausdehnung und der kulturellen Vielfalt ist er kaum in aller Kürze zu beschreiben. Man unterscheidet zwischen Ostasien, Nordasien, Zentralasien, Vorderasien (Westasien), Südasien, Südostasien je nach Sichtweise. Gemeinsam mit Europa wird Asien auch als Teil des Großkontinents Eurasien betrachtet.

Asien verfügt über nahezu alle Klima- und Vegetationszonen der Erde und hat Superlative bei fast allen messbaren Werten aufzuweisen. Ausgehend von den Wüsten der arabischen Halbinsel, die mit Temperaturen von über 50°C im Sommer zu den heissesten Gebieten der Erde zählen, erstreckt sich Asien über den indischen Subkontinent mit seinen zahlreichen Sprachen und Religionen.


Palmen auf Ross Island/Andamanen

Der Himalaya, das Dach der Welt, die Steppen der Mongolei und die unendlichen Weiten Sibiriens gehören ebenso zum Bild Asiens wie die tropischen Urwälder Malaysias und die 17.508 Inseln Indonesiens. Vietnam, China und Japan bilden die Ostflanke des Riesenkontinents und neben der grössten Stadt der Welt, Tokio in Japan, sind Peking, Shanghai, Hongkong, Singapur, Bangkok, Mumbai, Neu Delhi und Dubai einige der wichtigsten Ballungszentren.

Neben grossen Binnenseen wie dem Aralsee oder dem Baikalsee durchziehen einige der grössten Flüsse der Erde den asiatischen Kontinent. Einige der unberechenbarsten und gefährlichsten Vulkane und der höchste Berg der Welt, der Mount Everest prägen die Landschaften, die in riesigen Wüstengebieten wie der Rub al-Chali, der Gobi oder der Taklamakan gipfeln. Waldlandschaften, wie die Taiga, oder baumlose Tundren nördlich des Polarkreises, Graslandschaften, Steppen, tropische Wälder und Monsungebiete lassen sich von Nord nach Süd bereisen.


Skyline von Singapur

Asien ist aber auch ein Kontinent der kulturellen Vielfalt, schon alleine bedingt durch die immense Grösse. Von den Tänzen und der Musik Arabiens über die temperamentvollen und farbenprächtigen Musik- und Tanzformen Indiens bis hin zu den Kampfsportarten der Shaolin und des Kong Fu in China - all das ist Ausdruck einer langen Geschichte und Tradition. Zu diesem Kulturkreis gehören auch zahllose Religionen. Mehr als irgendwo sonst auf der Erde wird das tägliche Leben in weiten Teilen Asiens noch immer von der Religion bestimmt. Hier ist einmal mehr der Indische Subkontinent zu nennen. Über 3000 Götter werden verehrt und der Hinduismus als eine der grossen Religionen auf dem Globus, hütet einen Schatz von vielen verschiedenen Riten und Bräuchen. Noch vielschichtiger sind die Religionen in Ostasien und Südostasien. Vom Buddhismus Sri Lankas ausgehend sind Myanmar und Thailand ja selbst Teile Chinas buddhistisch geprägt.



Malaysia - Tempel auf der Insel Penang

Der Shintuismus ist nur eine der Religionen in Japan und Ostasien. Sie wird zu den Naturreligionen gezählt, die weiter im Süden, auf den indonesischen Inseln in den animistischen Riten und Traditionen der Insel Bali ihre Fortsetzung finden und bis zu den noch immer kaum zu verstehenden und fremdartigen Riten auf der Insel Neuguinea und der Insel Borneo reichen. Allen Religionen und Lehren Asiens ist gemeinsam, daß sie mehr als andere Religionen, in das Leben der Menschen eingreifen, ja es in seinen Entscheidungen sogar massgeblich mitbestimmen.

Mit dem Islam hat eine der drei grossen Weltreligionen ihren Ausgangspunkt in Asien. Die grössten Wallfahrtsstätten der Muslime liegen in Saudi Arabien, in Mekka und Medina, den Wirkungsorten des Propheten Mohammed. Viele Asiaten gehören dem Islam an, selbst in Ländern mit buddhistischer Glaubensmehrheit. Der Islam gehört zu den am weitesten verbreiteten Religionen der Welt. In Asien sind neben Saudi Arabien, den Ländern der Arabischen Halbinsel besonders Malaysia und Indonesien islamisch geprägte Länder.

Blick auf die Skyline von Hongkong Island

Auch die Lebensweise der Asiaten ist grundlegend verschieden zu der auf den anderen Kontinenten. Das Leben ist, mehr als anderswo, noch ländlich geprägt - so in den Ebenen Chinas, auf den Feldern Japans, in den Teeplantagen Sri Lankas oder den Wüsten Arabiens. In weiten Teilen des Kontinents vertrauen die Menschen noch auf die, seit Jahrtausenden überlieferten, Heilkunde und Medizin, die auf die Nutzung natürlicher Kräuter und Essenzen basiert. Besonders in Indien, China und Japan, aber auch auf den entlegenen Inseln in den Ozeanen des Kontinents. Der krasse Gegensatz zu dieser auf das seelische Gleichgewicht ausgerichteten Lebensweise ist das Leben in den Großstädten Asiens. Hier sind in den Vorstädten riesige Slums zu finden und Menschen fristen ihr Dasein weit unterhalb der Armutsgrenze. Städtenamen wie Mumbai (Bombay), Kalkutta, Jakarta und Bangkok sind dafür Synonyme. In den Städten Asiens geht es hektischer zu als irgendwo sonst auf dem Globus, gibt es mehr Stress und steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen weniger im Vordergrund, als im Rest der Welt.

 

James Bond Island/Phang Nha/Phuket/Thailand Tempel in Kaoshiung im Süden von Taiwan