Der Kontinent Afrika
Der afrikanische Kontinent zeichnet sich besonders durch seine sehr unterschiedlichen Landschaften aus. Er ist weniger gegliedert als andere Kontinente sondern zeigt sich als geschlossene Landmasse. Zahllose Volksgruppen und Stämme sind oder waren hier heimisch. Ebenso viele Sprachen gibt es, von denen mehr als 50 als grosse Sprachen gelten.
Ebenso vielfältig sind die Religionen, denen die Menschen angehören. Weit verbreitet, vor allem im Nordteil des Kontinents, ist der Islam. Durch die Arbeit europäischer Missionare bekennen sich ebenso viele Einwohner zum Christentum. Eine immer noch beachtliche Zahl folgt dem Animismus, Minderheiten sind das Judentum, der Hinduismus und der Buddhismus.
Als Nordafrika werden jene Gebiete bezeichnet, die nördlich der Wüste Sahara liegen. Einen Eindruck dieser Wüstenlandschaften, die nach Süden hin immer ausgeprägter werden, kann man jedoch in allen Staaten Nordafrikas erhalten. Diese sind: Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko, Sudan (nur der nördliche Teil), Tunesien und das abhängige Gebiet der Westsahara, das unter der Verwaltung Marokkos steht.
Der Westteil des Kontinents besteht aus Regenwäldern an den Küsten. Hier sorgt der Passatwind für Feuchtigkeit mit einem Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeiten, innerhalb des Tropengürtels zwischen den Wendekreisen sind die Regenwälder noch sehr ausgeprägt aber bereits nachhaltig geschädigt oder von der vollständigen Zerstörung bedroht. Extrem trocken ist der Sahel mit spärlichem Pflanzenbewuchs. Gleiches gilt für die Regionen in Richtung der Zentralsahara.
Ostafrika umfasst die Länder Äthiopien, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Komoren, Madagaskar, Mauritius, Ruanda, Seychellen, Somalia, Tansania, Uganda und die, zu Frankreich gehörende, Insel Reunion. Auch in diesem Teil des Kontinents sind viele unterschiedliche Landschaftsbilder zu finden. Savannen, Wüsten, ausgedehnte Gebirgsregionen und Regenwälder. Das südwestliche und das östliche Afrika gelten allgemein als die „Wiege der Menschheit“. Man geht davon aus, dass der "homo sapiens" …der "vernunftbegabte Mensch" in kleinen Gruppen, durch Afrika, Richtung Norden zog.
Zentral- und Mittelafrika reichen von Tschad im Norden bis nach Nord-Angola im mittleren Westen des Kontinents. Grosse Teile der 10 Staaten liegen im Tropengürtel Afrikas und sind oder waren mit Regenwäldern bedeckt. Während sich um den Äquator das ganze Jahr über gleichmässige Niederschlagsmengen messen lassen, erstrecken sich nach Norden und Süden die Subtropen mit ausgeprägten Trocken- bzw. Regenzeiten.
Das südliche Afrika umfasst die 10 Staaten: Angola (Südteil), Botsuana, Lesotho; Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Swasiland. Um Verwechslungen mit dem Staat Südafrika auszuschliessen spricht man im allgemeinen vom südlichen Afrika. Der Westteil gehört zu den trockensten Gebieten der Erde. Er ist vor allem in Namibia durch eine vom kalten Benguelastrom verursachte Sandwüste, die Namib, gekennzeichnet.
Der eiskalte Strom bringt sauerstoff- und planktonreiches Wasser aus der Antarktis vor die Südwestküste Afrikas bis hinauf in äquatoriale Gebiete. Die Feuchtigkeit vom Südatlantik kann das Festland allenfalls in Form von Nebelfeldern erreichen, die durch extrem starke Sonne in diesen Breiten verdunstet werden und das Landesinnere nie erreichen.
Die Südspitze des Kontinents verfügt über eine Küstenlänge von mehr als 2500 km und wird im Westen vom Atlantischen Ozean, im Osten vom Indischen Ozean umspült. Dieser Umstand bedingt zahlreiche Klimazonen von den Wüsten der Kalahari bis hin zu den fruchtbaren Weinanbaugebieten in der Kapregion. Weltbekannt sind die Naturschutzgebiete, in denen man die, einst über den ganzen Südteil verbreitete Tierwelt, kontrolliert und mit strengen Verhaltensregeln erleben kann.
