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Der Indian Summer in Kanada und den USA

 

Wer sich nicht scheut Mitte September nach Nordamerika zu fahren und nach Kanada, der kann eines der großen Naturschauspiele auf unserer Erde genießen, den Indian Summer. Die Region unweit des St. Lorenz Stroms ist ein guter Ausgangspunkt, um das Phänomen der sich fast schlagartig bunt färbenden Waldgebiete entlang der Ostküste des amerikanischen Kontinents zu beobachten. UNESCOManchmal genügt schon eine kalte Nacht und eine wahre Farbenexplosion setzt in der Natur ein, die weltweit ihresgleichen sucht. UNESCOMit unserem Altweibersommer hat das nur wenig zu tun und auch von der Intensität der Farben, die man hier an nur einem einzigen Baum in den nächsten 4-6 Wochen dort beobachten können, macht man sich als Mitteleuropäer keine Vorstellung. Ich möchte Sie mitnehmen und Ihnen die schönsten Eindrücke des Indian Summers 2009 vermitteln.


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Wie es zu der Bezeichnung Indian Summer gekommen ist, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. In der Mythologie der amerikanischen und kanadischen Ureinwohner, die von den Europäern fälschlicherweise als Indianer bezeichnet wurden, hat diese Jahreszeit und haben die Farben diese hervorbringt eine mythologische Bedeutung. drei Farben kann man zur gleichen Zeit an einem einzigen Baum bewundern: UNESCOgelbe Blätter symbolisieren die Geister, das rot steht für das Blut des Großen Bären, den es zu erlegen gilt und das Grün, das sicher manchen Bäumen bis zum letzten Tag hält, steht für das unauslöschbare Leben, das nach dem harten Winter, der in Kürze bevorsteht, zurückgekehrt.


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Schon immer haben die Ureinwohner den Herbst als die Jahreszeit angesehen, in der man auf die Jagd ging, um Vorräte für den Winter an zusammen. Auch symbolisierte das Einsetzen der Blätterfärbung das Ende der Erntezeit der vornehmlich auf dem Land lebenden und umherziehenden Bevölkerung. Erstmals wird der Begriff Indian Summer in einem Brief des Jahres 1778 erwähnt wird seither als allgemeine Bezeichnung für die Veränderungen in der Natur benutzt, die oftmals mit einem Auf und Ab der Wetterextreme einhergehen.


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Während man in Montreal an einem Tag Temperaturen von 22 °C bei strahlendem Sonnenschein erleben kann, überfällt einen ohne Vorankündigung am nächsten Tag in der Stadt Quebec ein heftiger Schneesturm mit Temperaturen von nur 2 °C. Diese letzten Tage vor dem einsetzenden langen Winter vor allem in den kanadischen Provinzen des Ostens können in der Tat einen deutschen Sommertag sehr nah kommen, die Nächte sind jedoch noch nicht zu kalt wie im richtigen Winter.


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Die Zeit des Indian Summer ist aber nicht nur eine Zeit der touristischen Hochsaison in Kanada, sondern auch im US-Bundesstaat Maine, in den Städten Philadelphia und neu York, bis hinunter nach Georgia und South Carolina kann man ganze Farbenpracht dieser Herbstzeit erleben. Eine gut geplante Oststaatenreise durch Kanada und die USA um diese Jahreszeit gestattet es, dem Indian Summer förmlich hinterher zu reisen und immer wieder neu das Aufblühen der Farben zu erleben.


Dass der Mensch in vollen Zügen genießen kann, ist für die Natur die Vorbereitung auf die extrem langen und bitterkalten Winter vor allem in den nördlichen Teilen Nordamerikas.


Verantwortlich für die Farbenpracht des Indian Summer ist eine einfache chemische Reaktion. Das Chlorophyll in den Blättern der Bäume wird abgebaut. Dieser Stoff ist dafür verantwortlich, dass die Blätter grün gefärbt sind. Nachdem das Chlorophyll abgebaut ist, haben andere Stoffe, die vorher vom Blattgrün überdeckt waren, die Oberhand - Carotinoide sorgen für Orange und Gelb, Anthocyane für Rot und Braun. Es sind vor allem verschiedene Birken- und Ahornarten wie der Rot-, der Silber- und der Zuckerahorn, die sich extrem verfärbt.


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Manchmal gibt es die 1. kalten Nächte bereits im August, sodass der Indian Summer frühzeitiger beginnt als üblich. Dies gilt vor allen Dingen für Alaska weit im Norden. Die Verfärbung beginnt meistens an den erkennen und sie sich dann Stück für Stück die hänge hinunter bis in die Städte hinein. Noch bis Ende November kann man den Indian Summer erleben, kann aber in den Südstaaten der USA. Besonders frequentiert ist der US-Bundesstaat Maine. Entlang der Küste und den zahlreichen kleinen Ortschaften sind zum Teil luxuriöse Hotels und zahlreiche private Unterkünfte entstanden, die dem Ansturm der Besucherrechnung tragen. In Maine gibt es noch einen zweiten Grund, der Besucher aus aller Welt anlockt: der Hummer. Die schmackhaften Krustentiere werden hier in großer Zahl gefangen und sind nirgendwo so frisch wie hier.


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Besonders der Küstenort Bar Harbor in Maine wurde in den letzten Jahren zu einem Ausgangspunkt für Fahrten durch die Wälder, die ringsherum durch eine atemberaubende Landschaft führen. Der Arcadia Nationalpark und die gut ausgebaute Küstenstraße gestatten ein doppeltes Vergnügen, eine Fahrt entlang des Atlantischen Ozeans auf der linken Seite der Blick auf Bäume, die fast übersättigt erscheinen durch ihre Farbenpracht.

Natürlich ist auch ein Spaziergang durch unsere heimischen Wälder im Herbst immer wieder ein Erlebnis, mit der Intensität und den landschaftlichen Höhepunkten Kanadas sind sie aber nicht zu vergleichen.
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Rund um diese Touristenhochburgen sind ausgediente Wanderer-und Spazierwege unterschiedlicher Länge und mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad entstanden, sodass der Tourist tatsächlich ganze Tage in den Wäldern Kanadas verbringen kann. Besonders reizvoll sind auch Kanutouren entlang der flachen Küstenabschnitte des St. Lorenz Stroms.


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Aufgrund des Klimawandels variiert der Verbreitung und die Intensität des Indian Summer von Jahr zu Jahr. In manchen Jahren sind die Farben nicht viel intensiver als in unseren Breiten, in anderem erstreckt sich die Periode über fast 2 Monate und eine stabile Hochdrucklage sorgt für Temperaturen von über 20° während der Tage und die entsprechende Kälte in der Nacht. Das Thermometer fällt um diese Jahreszeit nicht selten schon auf unter 0°.

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