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Gran Canaria - Urlaub auf den Kanarischen Inseln

Gran Canaria - Blick auf die Landschaft

 

Eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen ist Gran Canaria. Die fast kreisrunde Insel gehört zusammen mit Teneriffa und Fuerteventura, Lanzarote, La Gomera, La Palma und El Hierro zum Archipel der Kanarischen Inseln. Kaum 4 h Flugzeit und regelmäßige Flugverbindungen bescherten den Inseln in den letzten Jahrzehnten einen Boom im Tourismus. Gran Canaria ist mit einer Fläche von 1560 km² die drittgrößte Insel der Kanaren, genießt aber den Ruf, aufgrund ihrer abwechslungsreichen Landschaft unter verschiedenen Klimazonen, die man auf engstem Raum hier erleben kann, ein "Kontingent im Kleinen" zu sein. Rund 820.000 Menschen nennen die Insel ihr zu Hause.


Las Palmas - Gran Canaria - Kathedrale Santa Ana

Nahezu jeder Besucher stattet auch der Inselhauptstadt Las Palmas einen Besuch ab. Auffälligstes Bauwerk ist die Kathedrale Santa Ana im ältesten Teil der Stadt. Sie ist die größte und zugleich älteste Kirche auf Gran Canaria und der Sitz des Bischofs der Kanarischen Inseln. Ursprünglich bewohnten die Guanchen die Kanarischen Inseln, ein einfaches Volk, das von der Landwirtschaft und vom Fischfang lebte. Mit der Eroberung Gran Canarias durch die Spanier im Jahre 1478 verschwanden nach und nach die Ureinwohner. Als Zeichen des endgültigen Sieges begann man, wie eine tafel an der Kathedrale selbst belegt, um 1500 mit ihrer Errichtung. Nach einer Bauunterbrechung brachte man die Kirche erst nach 1781 zu Ende.

 

Las Palmas - Gran Canaria - Kathedrale Santa Ana Langschiff

Das Innere ist eine dreischiffe Hallenkirche mit verschiedenen Baustilen. Überwiegend ist die Kirche gotisch gehalten, aber auch Barock und Klassizistik sind zu finden. Besonders beeindruckend ist die mit gotischen Kreuzrippen versehene Decke des Hauptschiffs. Die Gewölbe der Chor Access stammen aus der Zeit der Spätgotik und der Renaissance Die Fassade der Kathedrale stammt nicht mehr aus der Erbauerzeit sondern wurde nach Plänen des Bildhauers und Architekten Lujan Peréz geschaffen.


Las Palmas - Gran Canaria - Platz

Besonders schön ist es nach dem Besuch der Kathedrale Santa Ana noch ein wenig auf dem Platz vor der Kirche zu verweilen. Auch er heisst Plaza de Santa Ana. Es handelt sich um einen schön gestalteten Platz, der von Häusern aus verschiedenen Epochen umgeben ist. Hier stehen Palmen Art die Möglichkeit auf Parkbänken ein wenig die Menschen zu beobachten, die den ganzen Tag über auf dem Platz zu finden sind. Gedenktafeln Häuserfassaden an verschiedene historische Begebenheiten, die sich auf dem Platz vor der Kathedrale abgespielt haben und die für die Geschichte der Insel von Bedeutung waren.

 

 
Las Palmas - Gran Canaria - Casa de Colon

Direkt hinter der Kathedrale stillen Bauwerk, das sich die meisten Besucher nicht entgehen lassen, die Casa de Colon. Wie der Name schon verrät, soll es das Haus sein, in dem Christoph Kolumbus, der berühmte Entdecker und Seefahrer, während seines Aufenthaltes auf Gran Canaria gewohnt hat. Allerdings ist unter den Wissenschaftlern sehr umstritten, ob Kolumbus je auf Gran Canaria war. Diesen Umstand ignoriert man auf der Insel ganz einfach und präsentiert verschiedene historische Stätten, die mit der Person Christoph Kolumbus in Verbindung gebracht werden. In der Casa de Colon befindet sich heute ein Museum, dessen Hauptthemen, wie könnte es anders sein, Christoph Kolumbus und seine Reisen sind. Belegt ist lediglich, dass nach der Staatsgründung von Las Palmas durch Juan Rejon, die Gebäude der Insel Regierung und des Gouverneurs im Bereich der heutigen Kathedrale lagen. Die Geschichte erzählt nun, dass Christoph Kolumbus 1492, während seiner Reise in die Neue Welt, auf Gran Canaria gelandet sein soll, um die Schiffe zu reparieren. Im Zuge dieses Aufenthaltes soll der Seefahrer hier gewohnt haben. Insgesamt befinden sich im Inneren 15 Ausstellungsräume und 2 Innenhöfe.
Las Palmas - Gran Canaria - Libreria Colombiana

Ebenfalls hinter der Kathedrale befindet sich ein kleiner Platz mit einem schönen speziell gestalteten Portal. Ein kleines Schild verweist auf die Libreria Colombiana, auf die Kolumbus-Bibliothek, die in dem Gebäude untergebracht ist. Die Fassade gehört zu den am meisten fotografierten Motiven in der Altstadt von las Palmas.


Las Palmas - Gran Canaria - Kolumbusstrasse

Es ist zu empfehlen noch ein Stückchen weiter durch die Altstadt zu gehen. Setzt man seinen Weg entlang der Casa de Colon fort, befindet man sich auf der Kolumbusstraße "Calle de Colon". An ihrem Ende liegt ein kleine Kapelle von San Antonio Abad. Der Schutzpatron der Kapelle war ein ägyptischer Eremit, der im 3. und 4. Jahrhundert lebte und als einer der Begründer der Eremiten-Bewegung gilt. Auch hier begegnen wir wieder den Namen Christoph Kolumbus.


Las Palmas - Gran Canaria - Kapelle des Kolumbus (San Antonio Abad)

Auf dem Platz vor der kleinen Kapelle solle am Vorabend seiner Entdeckungsreise in die Neue Welt um ein gutes Gelingen dieser für ihn so wichtigen Unternehmung gebetet haben. Auch das Feld wieder ins Reich der Legenden und Geschichten, die sich rund um die Altstadt von Las Palmas ranken. Dennoch wird dieser "heiliger Ort", wie ihn eine Gedenktafel direkt an der Kapelle nennt, für jeden sichtbar, zu einer Begegnungsstätte mit der Geschichte der europäischen Seefahrt.


Caldera de Bandama - Gran Canaria

Schon kurze Zeit nach dem man die Hauptstadt verlassen hat, befindet man sich in der üppigen Landschaft von Gran Canaria. Immerhin handelt es sich um eine 'Insel des ewigen Frühlings' wie die Kanarischen Inseln auch genannt werden die Temperaturen sind sehr angenehm. Meist wird ein erfrischender Passatswind, jener Wind, der auch Christoph Kolumbus und seine Schiffe Richtung Westen brachte. Trocken Täler wechseln sich ab mit Barrancos und eine fast subtropische Flora und Fauna kann man hier bewundern. Zu den bevorzugten Ausflugszielen in diesem Teil der Insel gehört die Caldera de Bandama. Sie ist ein Teil des Tafira Schutzgebiets und gelogisch hochinteressant.


 

Caldera de Bandama - Gran Canaria - Im Krater

Die Ränder der Caldera sind maximal 569 m hoch, während der Senkkrater imposante 1000 m breit und 200 m tief ist. Ein steiler Fußweg führt hinunter für den Mann rund 45 min braucht. Für den Rückweg sollte man gut und gerne das Doppelte an Zeit einplanen, denn wenn man hier und da eine Rast einlegen und auch fotografieren, sollte man nicht in Zeitnot sein. Man wird mit Ausblicken auf eine unerwartete Landschaft belohnt, in der auch seltene Tiere und Pflanzen zuhause sind. Die Seitenwände der Caldera sind steil schroff und wirken etwas abweisend aber sie vermitteln auch, anders als der Blick vom Rand des Kraters, etwas von der Größe dieser Landschaft bestätigen, dass Gran Canaria mit seinen rund 14 Klimazonen tatsächlich etwas von einem Minikontinent hat.


Dünen von Maspalomas - Gran Canaria

Man sollte den Ostteil der Insel Gran Canaria nicht verlassen, ohne auch Maspalomas besucht zu haben. Hier befindet sich das Zentrum des Tourismus auf der Insel und der ort Playa de Ingles, der einst ein kleines Fischerdorf war, ist heute eine Ansammlung von Hotels und Apartmentanlagen für Tausende von Touristen. Die Ortschaft im Südosten ist über die Inselautobahn gut zu erreichen, die Fahrzeit aber kann sich, aufgrund von zahlreichen Staus, doch länger hinziehen, als man es vorher geplant hat. Sieht man von Touristenrummel des Ortes selbst ab, sind die Dünen von Maspalomas wirklich eine Reise wert. Würde man hier nicht an einigen Stellen das Meer im Hintergrund sehen, man könnte meinen sich direkt in der Sahara zu befinden. Lange Zeit nahmen an, dass der Sand aus der Sahara kommt und durch die Winde, die die oftmals beständig vom Kontinent her wehen, als Flugsand nach Gran Canaria gweht wird. Neuere Forschungsergebnisse und Untersuchungen legen aber nahe, dass es sich samt handelt, der auszugebenden Korallen-und Muschelkalk entstanden ist. Wie auch immer, die Dünenlandschaft von Maspalomas ist ein besonderes Erlebnis vor allem für diejenigen Reisenden, die noch nie in einer Sandwüste gewesen sind. Insgesamt ist die Dünenlandschaft 6 km lang und 2 km breit.


Dünen von Maspalomas - Gran Canaria und das Meer

Gran Canaria, das soll dieser Beitrag zeigen, bietet für jeden Geschmack etwas, ist mit dem Flugzeug leicht zu erreichen und die Hotelpreise sind bei entsprechender Buchung eines Pauschalangebots durchaus angemessen vor allem dann, wenn man außerhalb der Hochsaison in den Ferien auf die Kanarischen Inseln reisen kann. Die Insel bietet Natur pur, ein angenehmes Klima und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten und ist auch ein Reiseziel für Kurzentschlossene. Schon eine Woche Aufenthalt verschafft einen guten Eindruck zumal zahlreiche Mietwagenanbieter zu sehr günstigen Preisen Fahrzeuge anbieten, die man während des gesamten Aufenthalts nutzen kann. Die Straßen sind in gutem Zustand und alles ist so ausgeschildert, dass man auch als Ausländer ohne Spanischkenntnisse an sein Ziel kommt.



Luxusvilla auf Gran Canaria San Antonio Abad - Kolumbuskapelle - Las Palmas Gran Canaria