gletscher
Gletscher
Ein Gletscher ist eine Ansammlung von Schneemassen, die sich später in eine Eismasse verwandeln. Zur Entstehung von Gletschern sind bestimmte Umwelt- und Klimafaktoren nötig, wie das vermehrte und immer schneller werdende Abschmelzen der Gletscher weltweit beweist. Die Menge des Schnees muss einhergehn mit entsprechend niedrigen Temperaturen, sodass eine Akkumulation möglich wird, d. h. ein Ansammeln von Schnee in einem Gebiet, welches dann als Nährgebiet des künftigen Gletschers dienen kann.
Bei entsprechender Schneemenge beginnt ein Prozess, in der sich Schnee vornehmlich in den unteren Schneeschichten durch Zusammenpressen in Eis verwandelt. Durch den Druck entweichen der Sauerstoff und die Luft aus dem Eis. Gletscher befinden sich meist in klar begrenzten Gebieten an Abhängen und geraten so in Bewegung. Je näher man sich an der Gletscherabbruchkante befindet umso deutlicher treten die typischen Quer- und Längsspalten auf, die ähnlich einem Fächer aussehen. Gletschereis kann viele Hundert Jahre alt sein, bis es vom Nährgebiet zur Abbruchkante gelangt, wo dann der Gletscher kalbt und größere Stücke abbrechen.
Vermehrte Treibeisbildung in einem Fjord deutet somit auf eine hohe Aktivität des meist am Ende des Fjordtals gelegenen Gletschers hin. Imposante Gletscher kann man in der Arktis und Antarktis sehen aber auch in Alaska, Chile und Argentinien. Berühmt sind die Gletscher Grönlands, die, wie der Gletscher am Ende des Eisfjords bei Ilulissat, gewaltige Eisberge hervorbringen. Viel besuchte Fotomotive sind auch die Gletscher in Spitzbergen und die Gletscher der Nationen im Süden Chiles.
