Die Erde, unser blauer Planet
Zu allen Zeiten war der Mensch der Meinung, er wisse zu seinen Lebzeiten so viel über den Planeten Erde wie es anderen Generationen zuvor nicht vergönnt war. Das ist aus der Sicht aller Generationen sicher richtig, ignoriert aber die grösseren Zusammenhänge, in denen das Werden und Vergehen unseres Heimatplaneten zu sehen ist und das erst in unserer Zeit ansatzweise deutlich wird.
Auch wir dürfen uns heutzutage rühmen mehr über das zu wissen, was wir den "Blauen Planeten" nennen oder auch "Mutter Erde" als je zuvor. Und zu unseren Lebzeiten ist es sogar möglich real einen Blick auf den Planeten zu werfen, unterstützt von Satelliten, Raumschiffen und modernen Messgeräten. Wie die Zerstörungen von Flora und Fauna auf der Erde aber zeigen, hapert es trotz dieses Wissens der Menschheit immer noch am Verstehen der komplizierten geologischen und ökologischen Zusammenhänge, die es auf unserem Planeten gibt.
Man fängt gerade erst an darüber nachzudenken, ob uns eine wirkliche Gefahr aus dem Weltall droht, sei es durch Kometen oder noch völlig unbekannte Ereignisse, die den Blauen Planeten künftig zerstören könnten. Man denkt darüber nach, ob die Menschheit wirklich einzigartig ist in der Unendlichkeit des Alls oder ob wir nur eine Zivilisation von Millionen sind.
Was in der Frühzeit des Menschen völlig unbekannt war, spätere Generationen als eine Scheibe deuteten, wo die Ozeane für Regionen gehalten wurden, in denen Seeungeheuer und Dämonen nur darauf warteten, dem Menschen habhaft zu werden, das wofür Genies aller Jahrhunderte als Hexer und Magier verleumdet wurden und ihr Leben lassen mussten, das stellt sich uns heute als eine Kugel von fast unwirklicher Schönheit dar, grandios, einzigartig, zerbrechlich, gefährdet.
Mit Macht rächt sich die Natur für allzu massive Eingriffe und Veränderungen am Zusammenspiel der Urkräfte und zeigt der Menschheit Grenzen auf. Der Klimawandel ist das aktuellste Beispiel dafür, dass Anlass zur Diskussion gibt, wie lange es noch so weitergehen kann. Schon sagen Zukunftsforscher schwere Naturkatastrophen, vermehrt auftretende Stürme, lang anhaltende Trockenperioden, sintflutartige Regenfälle und das Verschwinden der Eispanzer an den beiden Polen voraus.
Kein noch so detailliert ausgearbeitetes und von den Computern unserer Zeit errechnetes Zukunfts-Szenario ist in der Lage vorherzusagen; welche Auswirkungen auf unser Leben diese Entwicklungen haben werden. Natürlich wäre Panik die falsche Reaktion auf diese Vorhersagen. Vielmehr sollten wir uns alle mit den Möglichkeiten beschäftigen, die jeder Einzelne hat, die Zerstörung der Erde und damit der Menschheit verhindern zu helfen.
Nach rund 30 Jahren intensiver Reisetätigkeit mit regelmäßiger Wiederkehr an die verschiedenen Orte auf dem Globus, fallen mir diese Veränderungen und Zerstörungen in den letzten Jahren sehr stark auf und auch das verschwinden immer größerer Gebiete des Regenwaldes weltweit: Inselreiche wie die Malediven, die Salomonen, Teile Indonesiens sind von diesen Veränderungen besonders stark betroffen - und der Tsunami vom 26. Dezember 2004 war eine Andeutung dessen, was dem Menschen künftig bevorstehen könnte, wenn nicht bald alle Völker an einem Strang ziehen, um den Globus zu bewahren.
Der Blaue Planet ist unsere Heimat in einem, nach heutiger Erkenntnis, unendlich großen Universum. Sein unverwechselbares Bild aus dem Weltraum kennt jeder, auch wenn nur eine auserwählt kleine Anzahl der Menschen auch künftig die Chance haben wird, dieses Wunder der Natur aus dem All zu sehen.
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