Dschibuti
Dschibuti-das Ende der Welt
Dschibuti liegt am Eingang zum Roten Meer war bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. bei Perlenfischern aus dem Jemen bekannt. Seine Küste ist maßgeblich durch den Golf von Aden und den Golf von Tadjoura bestimmt. Dschibuti Stadt liegt an der Grenze zwischen dem offenen Ozean und dem Golf von Tadjoura. Für die Menschen aus dem Hinterland, war der Golf seit jeher von Bedeutung, denn sie hatten einen Schlupfwinkel, waren vor Stürmen relativ sicher und Konten waren von hier aus nach Arabien und Indien transportieren.
Hinzu kam die Planung des Suezkanals im 19. Jahrhundert. Jetzt gewann der Golf von Tadjoura auch strategische Bedeutung durch seine Lage zwischen dem Roten Meer und dem indischen Ozean. Zunehmend gewann auch Frankreich Einfluss in dieser Region, vor allem nachdem 1896 die Kolonie "Französisch Somaliland" mit der Hauptstadt Dschibuti ausgerufen wurde.
der Folgezeit wurde eine erste. Eisenbahn errichtet und Frankreich stabilisierte seinen Einfluss auch im äthiopischen Außenhandel. Die Kolonialzeit sollte für Dschibuti recht lange dauern, denn erst 1977 wurde Dschibuti, als letztes Land Afrikas, unabhängig. Dschibuti ist das Land zweier Volksgruppen, der Afar und der Issa. Bis heute gibt es immer wieder Spannungen zwischen beiden Nomadenvölker zumal beide auf eine lange Geschichte zurückblicken können.
Verfassungsgemäß muss der Präsident ein Somali sein und der Premierminister Premierminister ein Afar, doch ist diese Regelung seit 1981 durch Präsident Hasan Gouled Aptidon ein ein Parteienstaat eingeführt wurde, außer Kraft gesetzt und die Issa haben seither das Sagen im Land. Die Folge waren etliche Konflikte und Bürgerkrieg. Nach dem Mann 1992 wieder ein Mehrparteiensystem eingeführt hatte und die ersten Wahlen im Dezember durchgeführt worden waren, änderte sich an der Situation nicht viel, denn die Opposition boykottierte die Wahl. Präsident Aptidon trat zu einer neuen Amtszeit an und die Unruhen begannen von neuem. Erst 1994 konnte man sich auf ein Friedensabkommen einigen, in der auch die bisher ausgeschlossenen politischen Gruppierungen eine Stimme hatten. Das Land ist arm gilt noch heute von finanzieller Unterstützung aus dem Ausland.
Aus geologischer Sicht nicht Dschibuti ein hochinteressantes Land, denn nirgendwo auf der Erde ist ihre Kruste so dünn wie hier. Nach den Messungen fließt bereits 7 km unter der Oberfläche Magma. An dieser Stelle trennt sich durch den großen afrikanischen Graben die asiatische von der afrikanischen Platte und verursacht einen langen Spalt, der von den Satelliten aus dem All sehr gut gesehen werden kann.
Neben der Lava muss auch noch das Salz als zweites wichtiges Element im Land erwähnt werden, denn kilometerlange Salzseen sind in Dschibuti zu finden. Die Reserve des Landes an Salz und Gips ist gewaltig und man ist gerade dabei zu entdecken, wie Energien, die hier frei zu Tage treten, dem Land in Zukunft Unabhängigkeit in wirtschaftlicher Hinsicht bescheren könnten. Mit 155 m unter dem Meerespiegel befindet sich auch der tiefste Punkt Afrikas in Dschibuti.
Für die Bewohner ist das Leben in Dschibuti weniger einfach, denn der überwiegende Teil besteht aus Buschsavanne und unfruchtbarer Boden. Hinzu kommen noch sehr unregelmäßige Niederschläge, die oftmals auch ganz ausfallen und zu langen Trockenheit führen. Hohe Temperaturen, gegen Dusche mit um die 30 °C liegen, machen einen regelmäßigen Ackerbau oder gar organisierte Landwirtschaft fast unmöglich und zwingt die Menschen sich irgendwie selbst zu versorgen, was am besten in der althergebrachten Weise des Nomadenlebens funktioniert.
