Dominikanische Republik
Die Dominikanische Republik - Das 'Kleine Spanien' auf Hispañola
Die Dominikanische Republik nimmt den östlichen Teil der Insel Hispanola ein und ist der zweitgrößte Stadt der Karibik. Die Dominikanische Republik ist ein baldiges Land. Gleich 4 Bergketten durchziehen die Insel. Die höchste dieser Bergketten, die Cordillera Central erreicht eine Höhe von bis zu 3175 m und ist damit das höchste Gebirge der westindischen Inseln. Interessant ist auch der die Insel umgebende Bereich des Meeres. Der Puerto Rico Graben reicht im Norden bis auf eine Tiefe von 9200 m hinab. Der tiefste Punkt der dominikanischen Republik mit 46 m unter dem Meeresspiegel.
Die Insel hat ein typisch tropisches Klima mit trockenen Wintern und feuchten Sommern wobei die lokalen Unterschiede, bedingt durch die Höhen, auf der Insel extrem sein können. Die historische Hauptstadt der dominikanischen Republik befindet sich im Süden. Santo Domingo, die 1. Gründung der Spanier in der Neuen Welt, ist Ausgangspunkt für Reisen durch das Land. Die meisten Touristen jedoch fliegen sofort nach Puerto Plata in den Norden der Insel wo unübersehbare Palmenhaine, lange weiße Sandstrände und eine gute touristische Infrastruktur mit den entsprechenden Hotels bereitstehen.
Bei so seiner 1. Reise in die Neue Welt entdeckte Christoph Columbus 1492 die Insel und nannte sie "kleines Spanien" was übersetzt "Hispanola" bedeutet. Durch die Gründung von Santo Domingo hatten die Spanier sehr bald einen Ausgangspunkt für weitere Eroberungszüge im karibischen Meer. Die Urbevölkerung wurde der Sklaverei und die dadurch ausgelösten Seuchen in kurzer Zeit ausgerottet. Als das "Menschenmaterial" zur Neige gingen, begannen die Spanier mit der Verschiffung von Negersklaven, wie man unter unsäglichen Bedingungen den Schiffen über den Atlantik brachte, um sie auf den Plantagen unter Ausbeutung der mineralischen Rohstoffe der Insel zu benutzen. Als diese Quelle ebenfalls versiegte wandte man sich der Nordküste Südamerikas zu. Die Sklaverei wurde die Position Santo Domingo als führende Stadt der Neuen Welt zusehends geschwächt und die Franzosen konnten ihren Einfluss im karibischen Raum mehr und mehr ausweiten.
So kam 1697 der Westteil Hispanolas an Frankreich. Heute befindet sich im Westen der Insel der Staat Haiti. Dieser westliche Nachbar blieb stets eine Bedrohung für die 1844 gegründete Dominikanische Republik. Während in Haiti die Negersklaven dominierten, entstand in der dominikanischen Republik mit deutlichen kulturellen Unterschieden ein spanisch geprägtes Land. Bis heute sind viele Gegensätze unüberbrückbar zwischen beiden Ländern während in Haiti französisch die Amtssprache ist, spricht man in der dominikanischen Republik spanisch. Während in Haiti Traditionen und Gebräuche aus den afrikanischen Herkunftsländern der Menschen gepflegt werden, entstand in der dominikanischen Republik ein sehr traditionell und nach spanischen Vorbilds geprägtes Staatswesen.
Die interessante Geschichte der dominikanischen Republik hat ein interessantes Völkergemisch hervorgebracht. Man findet Mulatten, schwarze, weiße Einwohner und der Staat ist bestrebt Unterschiede zwischen den Rassen oder gar eine Diskriminierung nicht aufkommen zu lassen. Dennoch sind gesellschaftliche Unterschiede zu erkennen und zunehmend sind auch Slums zu beobachten.
Arbeitsessen hatten noch in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts über 60 % der Menschen in der Agrarwirtschaft und waren das Zuckerrohr und Bananen Hauptexportprodukte, hat sich das Bild mittlerweile grundlegend gewandelt. Bedingt durch die schlechten Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, gewann immer mehr der Tourismus die Oberhand, in dem immer mehr Menschen ihren Arbeitsplatz suchen und finden.
Seitdem sich der Norden der Insel rund um die Stadt Puerto Plata zu einem Zentrum des Tourismus entwickelt hat und rund 2,2 Millionen Gäste im Jahr hier Urlaub machen, ist der Tourismus zum Haupterwerbszweig der Bevölkerung aufgestiegen. Anfängliche Engpässe in der Versorgung der zahlreichen neuen Hotels mit Strom und Wasser, haben sich deutlich gebessert und einige Brunnen und Notstromaggregate sichern auch im Krisenfall den Besuchern zunehmend einen ungestörten Urlaub.
