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Dominica


Dominica - Die ungezähmte Insel

Dominica kann man getrost als eine ungezählte Insel bezeichnen, auf der, obwohl sie sich in der Karibik befindet, Badetourismus nicht an erster Stelle steht. Die Insel ist vulkanischen Ursprung des, was sich durch einen nur sehr engen Küstenstreifen und im Hinterland stark ansteigende Bergmassive bis auf eine Höhe von 1447 m darstellt. Hier gibt es noch Regenwald, bis zu 60 m hohe Bäume und Steilhänge, an denen eine tropische Vegetation zu bewundern ist. An einigen Stellen, die in mehreren Nationalparks geschützt sind, wachsen seltene Baumarten wie Mahagoni und Zedern und der Regenwald, welcher noch mehrstöckig sein kann ist nahezu undurchdringlich.

Dominica Geschichte verlief vor allen Dingen im Zusammenhang mit der britischen Machtergreifung anders, als man es üblicherweise in den Historien der übrigen Karibikinseln nachlesen kann. Am 3. November 1493 von Kolumbus auf seiner zweiten Reise entdeckt, er ging jedoch, wie man heute weis, nicht an Land. Kolumbus gab der Insel ihren namen nach dem Wochentag ihrer Entdeckung, einem Sonntag (spanisch Domingo). Auf Dominica gab es zu dieser zeit die wehrhaften und kriegerischen Kariben. Die Ureinwohner leisteten, in der Folgezeit, noch bis 1759 den Briten erbitterten Widerstand, nachdem es ihnen zuvor schon gelungen war Spanier und Franzosen zu vertreiben.




1805, nach mehrmaligem Wechsel der Machtverhältnisse zwischen Frankreich und England, viel Dominica der britischen Krone zum und erhielt erst 1978 seine volle Unabhängigkeit. Der junge Staat hatte von Anfang an mit zahlreichen Problemen zu kämpfen ein demokratisches Parlament, das nur auf dem Papier stand, ein sinkendes Bruttosozialprodukt, Korruption und zunehmender Armut der Bevölkerung, ließen Dominica zu einem der ärmsten Karibikstaaten werden, zumal durch den dichten Regenwald nur 20 % der Inselfläche für Landwirtschaft zur Verfügung stehen. Auch der seit den neunziger Jahren zunehmende Tourismus konnte bisher den Trend nicht umkehren. Viele der Inselbewohner sind arbeitslos, wie man an den langen Schlangen vor den Arbeitsämtern in der Hauptstadt Roseau erkennen.




Zu den Sehenswürdigkeiten des Landes gehören neben der Hauptstadt Roseau der Regenwald im Landesinneren, die Nationalparks mit ihrer einmaligen Flora und Fauna, mehrere Wasserfälle, der "Boiling Lake", ein durch den Vulkanismus auf der Insel dampfender See und das "Valley of Desolation", dass sein desolates Aussehen durch mehrere Vulkanausbrüche erhielt, deren Lava sich in das Tal ergoss.