Deutschland
Deutschland - Dichter und Denker im Herzen Europas
Der Mathematiker Adam Riese, der Reformator Martin Luther, der Astronom Nikolaus Kopernikus, der Kartograph Martin Waldseemüller, der Naturforscher Georg Forster, der Erfinder des Buchdrucks Johannes Gutenberg, der Naturforscher, Alexander von Humboldt, der Archäologe Heinrich Schliemann. Der Entdecker Trojas, Johann Wolfgang von Goethe, den man mit Recht den Dichterfürsten nennt, Friedrich Schiller, die Gebrüder Jakob und Wilhelm Grimm, Thomas Mann, die Komponisten Heinrich Schütz, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Robert Schumann, seine Frau Clara Schumann, Richard Wagner und Max Reger, der Mediziner Robert Koch, der Physiker Max Planck, der Erfinder der Rakete Wernher von Braun, das Universalgenie Albert Einstein, sie alle waren Deutsche und begründeten den Ruf Deutschlands als "Land der Dichter und Denker".
Deutschland liegt von Nord nach Süd zwischen dem Hochgebirge der Alpen und der Nord- und Ostsee und grenzt im Westen an die Beneluxländer im Osten hingegen an Polen und die Tschechische Republik. Für die meisten Besucher ist die große Zahl von Wiesen, Feldern und Wäldern das zum Teil satte Grün in einem doch hoch industrialisierten Land sehr überraschend. Aber der Eindruck trügt nicht fast 1/3 der Fläche Deutschlands ist Wald und über die Hälfte wird noch immer von der Landwirtschaft genutzt.
Die stärkste Konzentration der Bevölkerung findet man im Ruhrgebiet, am dünnsten besiedelt ist das Bundesland Mecklenburg im Nordosten.
Die Vielfalt an historischen Bauwerken und Denkmälern, an mittelalterlichen Städten, gotischen Kathedralen wie der Kölner Dom, Burgen und Schlösser wie Neuschwanstein, Barockkirchen wie in Bayern, Zeugnisse der Römer wie in Trier,ist unübersehbar. Besondere Beachtung verdienen de Kunstschätze der neuen Bundesländer im Osten, die nach der Wiedervereinigung 1989 wieder in den Schoß des Mutterlandes zurückkehrten.
Im Norden des Landes ist die beherrschende Landschaft das norddeutsche Tiefland, dessen Oberfläche von einem Gletscherpanzer geformt wurde der in der letzten Eiszeit bis in diese Region hineinragte und die Hügel und Talzonen sowie Seengebiete hinterließ. Schon sehr früh waren diese fruchtbaren Böden ein bevorzugte Siedlungs- und Wirtschaftsbereich.
An das norddeutsche Tiefland schließen sich die deutschen Mittelgebirge an. Hier wechseln Berglandschaften und oftmals vulkanische geprägte Formation einander ab. Im äußersten Westen sind die Zeugnisse vulkanische Aktivitäten besonders deutlich sichtbar. Hier kann man die Seen der Vulkan Eifel bestaunen, von denen man annimmt, dass sie noch nicht erloschen sind sondern lediglich ruhen. Weitere Landschaften sind das märkische Land, der Hunsrück, Taunus und der Westerwald.
Weiter nach Süden befindet sich der klimatisch wärmste Teil Deutschlands, die oberrheinische Tiefebene und der Schwarzwald, dessen höchste Erhebung auf 1493 m ansteigt. Auf dieser Höhe im Osten findet man Bergzüge des Bayerischen Waldes, des Böhmerwaldes und der Oberpfalz.
Deutschland hat auch einen Anteil am Gebiet der Alpen. Dieser Zone vorgelagert ist das Alpenvorland, der seine Höhe von 300-800 m aufzuweisen hat. Hier liegt auch die Landeshauptstadt München, die auch als die heimliche Hauptstadt des Landes gilt. Landschaftlich sehr reizvoll und abwechslungsreich präsentiert sich dieses Bundesland, das mehr als 700 Jahren von der Dynastie der Wittelsbacher regiert wurde.
Deutschland war seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geteilt. Die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) waren zwei nebeneinander existierende Staaten wären die Bundesrepublik Deutschland zu einer starken Wirtschaftsmacht heranwuchs, war die DDR in das Herrschafts- und Wirtschaftssystem des Ostblocks eingebunden.
Deutschland hat einen bundesstaatlichen Charakter: 16 Länder gehören zur Bundesrepublik wobei die Bundesländer keine Provinzen sondern Länder mit eigener Staatsgewalt sind. Bindeglied zwischen diesen Ländern ist das Grundgesetz aus dem Jahr 1949 das in diesen Tagen sein 60 jähriges Bestehen feiert und damit auch der Staat selbst.
Der Blick in die Geschichte beginnt bei Karl dem Großen, der das Reich der Franken schuf, die auf dem Gebiet des heutigen Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und Obertaliens lebten. Nach mehreren Teilungen war es König Otto I., der das einst begonnene Einigungswerk fortsetzte und mit seiner Kaiserkrönung im Jahre 962 in Rom den Grundstein für das Anführungszeichen Heilige Römische Reich Deutscher Nation" legte. Die Jahrhunderte lange Epoche der deutschen Herrscher des Mittelalters erfuhr im 13. Jahrhundert einen Niedergang. Es folgten mehrere schwache Herrscher auf dem Thron, aus denen Karl IV herausragte, der mit der "Goldenen Bulle "ein 1. Grundgesetz für das Reich schuf und eine politische Ordnung brachte.
Das Bürgertum und die Städte sowie die Gilden der Kaufleute, die sich unter der Hanse zusammengeschlossen hatten, erlebt nun einen Aufschwung.
Von 1438 anstellte das Haus Habsburg bis 1740 in ununterbrochener Reihenfolge die deutschen Könige. Erst die französische Revolution und die Napoleonischen Kriege setzten dem Reichsverband ein Ende. Nach dem Ende des französischen Kriegs kam es 1871 zur Gründung des 2. deutschen Kaiserreiches unter der Führung Preußens. Mit diesem Kaiserreich taucht auch der Name Otto von Bismarck auf, der mehr als 20 Jahre die Geschicke in der Politik bestimmt.
Danach bewegt sich das Reich immer mehr auf den Ersten Weltkrieg zu. Die anschließende Weimarer Republik wurde in den Uhr 15 Jahren ihres Bestehens von schweren politischen Krisen und ebenso von massiven wirtschaftlichen Problemen erschüttert.
Das Auftauchen der Nationalsozialisten im Jahr 1933 und deren Machtübernahme läutete das Dritte Reich ein, das als 1000 jähriges Reich angelegt war, aber mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs am 8.5.1945 und der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands ein Ende fand.
Die 4 Siegermächte wollten Deutschland gemeinsam regieren, doch schon bald entwickelten sich unüberbrückbare Gegensätze zwischen 3 Westmächten und der Sowjetunion. Die Zeit des kalten Krieges hatte begonnen und die Teilung Deutschlands besiegelt.
Mit der Einführung des Grundgesetzes am 24 Mai 1949 ging man in Deutschland getrennte Wege. Westdeutschland unter seinem 1. Kanzler Konrad Adenauer siedelte sich in die Gemeinschaft der westlichen Demokratien ein und wurde 1955 Mitglied der NATO. 1957 war Deutschland Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der späteren Europäischen Union und es kam zum so oft zitierten "Wirtschaftswunder".
In der Deutschen Demokratischen Republik wurde unter Führung von Walter Ulbricht mit dem Aufbau des Sozialismus begonnen. Eine diktatorische Herrschaft und wirtschaftliche und politische Probleme bestimmten hier das Leben der Bevölkerung. Über 2 Jahrzehnte gab es keine nennenswerten Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten bis in den siebziger Jahren mehrere Verträge für eine Annäherung sorgten.
Erst unter Generalsekretär Michael Gorbatschow kam es zu einer Liberalisierung der sowjetischen Politik gegenüber der deutschen Frage und eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten schien nicht mehr völlig utopisch zu sein. Als Ungarn 1989 die Grenze zu Österreich öffnete und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher den auf dem Gebiet der deutschen Botschaft in Budapest ausharrenden Menschen ihre Ausreise zugesagt hatte, verließen innerhalb weniger Tage zehntausende DDR-Bürger ihr Land. Am 9.11.1989 öffneten sich mit dem Fall der Mauer die Grenzen der Niedergang des SED-Regimes war besiegelt.
Deutschland gehört ohne Frage zu den reichsten Länder der Erde und ist trotz aller Diskussionen in der Öffentlichkeit, immer noch ein beliebter Industrie- und Wirtschaftsstandort.
Kulturell gesehen leidet die Bundesrepublik unter den Zeichen der Zeit, denn altes Brauchtum und Traditionen geraten immer mehr in Vergessenheit, Kunst, Musik und Theater fallen Subventionskürzungen des Staates zum Opfer und immer mehr kulturelle Einrichtungen müssen geschlossen werden. Dennoch ist Deutschland, nach wie vor, ein Land der Festivals, von denen einige, wie das Schleswig-Holstein Musikfestival, die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg, die Internationalen Filmfestspiele in Berlin, das Internationale Bachfest in Leipzig, das Internationale Beethovenfest in Bonn, die Wagner Festspiele in Bayreuth, die Passionsfestspiele in Oberammergau und andere, dem Land einen festen Platz in den Festival-Kalendern der Erde eingebracht haben.
Deutschland war und ist, was die Kultur angeht und auch die Verteilung der historischen Stätten, immer dezentralisiert gewesen. So verteilen sich die Weltkulturerbe-Stätten der UNESCO nahezu über das gesamte Land und machen die Bundesrepublik Deutschland zunehmend zu einem beliebten Reiseland für Besucher aus aller Welt, zu denen besonders Asiaten, Amerikaner und Südamerikaner gehören.
