Dänemark
Dänemark - Das Land zwischen Mitteleuropa und Skandinavien
Dänemark bildet den Brückenpfeiler zwischen den Staaten Mitteleuropas und den skandinavischen Staaten auf der einen Seite, es ist aber auch die Landmasse, die wir noch 10 und damit den Atlantischen Ozean von der Ostsee trennt. Obwohl das Kernland, ohne die Insel Grönland und die Faroer-Inseln rund 43.000 km² groß ist, nahm Dänemark mehrmals in der Geschichte des europäischen Kontinents eine führende Rolle in Politik und Kultur ein.
Dänemark ist auch ein Inselstaat, denn kein Ort des Landes ist mehr als 50 km von der Küste entfernt. Seine höchste Erhebung misst nur gerade 173 m somit kann man Dänemark als ein flaches Land bezeichnen. Es bietet also keine großen Naturschauspiele, keine atemberaubenden Höhen oder gar endlose Weiten - dafür liegt der Reiz des Landes in einer einmaligen Kombination aus Landschaft und historischen Städten, aus Inseln und einem Zusammenspiel der Farben.
Kann man in Kopenhagen, Helsingor und Roskilde Schlösser und Kirchen besichtigen und sogar einen Blick zurück in die Zeit der Wikinger tun, sind es an anderer Stelle Bauernhöfe, einsame Strände und Kreidefelsen, die die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich ziehen. Dazu kommen ein relativ mildes Klima, lehmige Böden und genügend SüßWasser, die Dänemark zu einer bevorzugten Agrarlandschaft mit ihren typischen Einzelhöfen gemacht haben.
Die Geschichte des Landes ist geprägt von zahlreichen Auseinandersetzungen und Kriegen, denn das Image der Dänen war nicht immer so gut wie heute. Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert waren es dänische Wikinger, die raubend und mordend durch Europa zogen. Im 10. Jahrhundert kann sogar von einer Expansionspolitik gesprochen werden die einsetzte, als Harald genannt Blauzahn zum Christentum bekehrt worden war. Der Herrschaftsbereich der Dänen vergrößerte sich zusehends und Teil Englands, die Städte Hamburg und Lübeck die Inselrügen, Holstein, Mecklenburg und Estland gerieten unter dänischen Einfluss.
Ein weiterer Schritt zur Vormachtstellung der Dänen war die Kalmar Union, die 1397 nahezu ganz Skandinavien zusammenschloss und bis 1523 hielt, als die Schweden die Union verließen. Es kam zu lang anhaltenden Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Diesmal behielt Schweden die Oberhand und die Macht der Dänen ging zurück. Nach und nach verlor Dänemark alle seine eroberten Besitztümer und 1814 auch die Herrschaft über Norwegen.
Von dem einst so mächtigen Königreich der Dänen ist heute nicht viel übrig geblieben doch das Nationalbewusstsein ist überall sehr stark. Man ist stolz auf die dänischen Landesfarben und immer noch sehr mit der Monarchin Königin Margarethe der II., die seit 1972 ihr Land regiert verbunden. Obwohl die politische Macht der Monarchin in Dänemark mittlerweile stark beschnitten ist, genießt die Königin hohes Ansehen des nach wie vor alle Staatsfragen betreffend sehr präsent. Heute gilt das Land in der sozialen Absicherung seiner Bürger als vorbildlich, obwohl in jüngster Zeit die Wirtschaftskrisen weltweit nicht spurlos an der dänischen Wirtschaft und auch dem sozialen System des Landes vorübergegangen sind. Das Pro-Kopf-Einkommen der Dänen setzt dennoch zu den höchsten der Welt und ein gut ausgebautes Bildungssystem sichert die Ausbildung des Nachwuchses.
