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Costa Rica


Costa Rica - Ein Garten in Mittelamerika

"Kaffeetrinken am Atlantik, Abendessen am Pazifik" - das geht nur in Costa Rica! Das mittelamerikanische Land wird zu Recht auch ein 'Garten in Mittelamerika' genannt und ist berühmt für seine landschaftliche Schönheit und die Gastfreundschaft der Menschen.

In kaum einem Land der Erde findet man eine so vielfältige Flora und Fauna auf so engem Raum wie in Costa Rica. Es gibt mehr Vogelarten als auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent, mehr Schmetterlinge als im gesamten Afrika und über 12.000 Pflanzenarten wurden bisher gezählt. Fast täglich kommen neue Spezies hinzu.



Besonders erwähnenswert ist die hohe Anzahl von Nationalparks, Gärten und Wäldern, die Costa Rica zu bieten hat. Es ist ein ideales Reiseland für alle Naturliebhaber, Bergfreunde, Wanderer und Erholungssuchende. Das Erlebnis eines nahezu unberührten Regenwaldes kann man ebenso während einer Reise genießen wie auch aktive Vulkane, Meeresschildkröten, die zur Eiablage an die Strände des pazifischen Ozeans kommen, Affen, Vögel, Ameisenbären und nicht zuletzt unberührte Sandstrände.




In San José, der Hauptstadt Costa Rica, die ein mildes Klima aufzuweisen hat, lassen sich Bauwerke aus der spanischen Kolonialzeit sowie Beispiele moderner Architektur wundern und eine Wallfahrt nach Cartago, an den Fuß des Vulkans Irazu, eröffnet die Möglichkeit in die Seele der Costaricaner zu schauen. Hier befindet sich der Reliquienschrein der Nationalheiligen "Nuesta Señora de los Angeles", die Schutzpatronin des Landes ist. Betrachtet man die Madonnenfigur, so fallen die indianischen Züge auf, die der Statue den Beinamen "la Negrita" eingebracht haben. Dennoch, Costa Rica hat den geringsten Anteil indigener Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten, der Großteil der Bevölkerung besteht aus Nachkommen spanischer Einwanderer.

Auf der atlantischen Seite von Costa Rica befindet sich die größte Hafenstadt des Landes, Limon. Christoph Kolumbus entdeckte das Land 1502 für Europa und nach ersten Erforschungen der Küstenregion nannte er das ihm üppig erscheinende Land Costa Rica, "Reiche Küste".

Die Geschichte nahm in Costa Rica einen ähnlichen Verlauf, wie in den anderen mittelamerikanischen Staaten. Zunächst behielten die Spanier die Oberhand und bis 1563 war das Land vollständig kolonisiert. 1821 wurde Costa Rica unabhängig von Spanien. Diese relativ frühe Unabhängigkeit bescherte Costa Rica einen relativen Wohlstand, konnte man doch seine Weiterentwicklung rechtzeitig in die eigene Hand nehmen ohne auf Begehren anderer Staaten Rücksicht nehmen zu müssen. Auch wenn es in der Folgezeit, im 19. und auch im 20. Jahrhundert immer wieder zum Machtwechseln, Unruhen und Auseinandersetzungen kam, konnte das Land sich mehr Wohlstand erarbeiten, als dies in anderen Ländern der Fall war.




Maßgeblich mit dazu beigetragen haben das Zuckerrohr, das auf weiten Flächen, vor allem auf der pazifischen Seite des Costa Ricas angebaut wird und der Kaffee. Auf den Kaffeeplantagen wird die qualitativ hochwertige Arabikabohne angebaut. Kaffee ist das Haupt-Ausfuhrerzeugnis in Costa Rica. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist mit dem Anbau, der Aufbereitung und dem Export des Kaffees beschäftigt. Die Bohnen werden in viele Länder der Erde exportiert. Der Kaffee aus Costa Rica zeichnet sich durch ein kräftiges Aroma aus, dass durch den Rostprozess gefördert wird.

Auf der atlantischen Seite findet man das feucht-heiße Tiefland mit tropischen Klima und die Küste weist ausgedehnte Mangrovensümpfe auf. Die Regenwälder in dieser Region bieten wertvolle Edelhölzer und die Narben des auch hier beginnenden Raubbaus sind mittlerweile unübersehbar. Das Umweltbewusstsein der Menschen wächst jedoch stetig und schon gibt es massiven Widerstand gegen die Abholzung der Wälder.