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Botswana

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Botswana
Steppen, der Okavango und wilde Tiere

Im Herzen des südlichen Afrika liegt Botswana, dass im Durchschnitt eine Höhe von 1000 m aufweist, und keinen Zugang zum Meer hat. Extreme klimatische Gegensätze sind die Folge: Während es in den trockenen Wintern empfindlich kalt werden kann, war dort im Sommer alles unter der Hitze der Sonne. Nur selten bringen feuchte Luftmassen vom indischen Ozean etwas Regen, der dann wolkenbruchartig niedergeht.

Große Teile Botswana sind unbewohnt oder nur gering besiegelt. Die Idee der Bevölkerung des so genannten Buschmänner, von denen es heute noch rund 35.000 gibt, wurden nach und nach in die unwirtlichen Teile der Kalahari zurückgedrängt. Die Zucht von Rindern im großen Stil auf Farmen war der Auslöser dieser Vorgänge, die den Buschmännern ihre traditionelle Lebensgrundlage entzogen. Heute lebt die Mehrheit der Bevölkerung im Süden und im Osten, wo eine ausreichende landwirtschaftliche Nutzung des Bodens möglich ist.

Für den Reisenden sind die unendlichen Ebenen aus war's mit ihrem Tierreichtum, Kalahari und der größte Fluss des Landes, der Okavango interessant. Der Fluss ist der wasserreichste Strom des Landes und der Tierreichtum entlang seiner Ufer vor allem am Unterlauf, ist weltberühmt. In der Regenzeit schwillt der Fluss an und überflutet das Land, in der Trockenzeit sterben zahllose Tiere aus Wassermangel. Es ist ein einmaliges Schauspiel zu erleben, wie sich aus einer fast menschenfeindlichen dürren Ebene alljährlich eine einzige riesige Sumpflandschaft bildet Nun, in der Elefanten, nun, Zebras, Löwen und Antilopen zuhause sind und in freier Wildbahn beobachtet werden können. Die Regierung des Landes erklärte große Teile des Okavango-Deltas zu Naturschutzgebieten und sichert so auch das Überleben von Flusspferden, Wasservögel und Krokodilen in den Feuchtgebieten entlang des Flusses.



Früher gehörte am Botswana zudem ärmsten Länder Afrikas wirtschaftliche Lage hat sich jedoch grundlegend geändert, seitdem man in den achtziger Jahren vorkommen verschiedener Bodenschätze entdeckt darunter Opfer, Nickel, Steinkohle, Mangan, Gold und vor allem Diamanten. Mittlerweile ist Botswana zu einem der größten Diamanten-Produzenten der Welt avanciert. Der Bergbau ist zum wichtigsten Wirtschaftssektor geworden. Gerade auf dem Gebiet des Diamantenhandels und der Diamantenförderung, aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen ist Botswana von Südafrika abhängig mit dem eine Zollunion besteht. Die SACU wurde 1910 gegründet. Sie ist damit die älteste noch bestehende Zollunion der Welt.



In der vorkolonialen Zeit lebte die Bevölkerung Botswana aus in Grossdörfern, die meist Standeskönigreiche der Tswana darstellten. Um 1850 begann die Kolonialisierung und bis 1885 bezogen die Briten das Gebiet in ihren südafrikanischen Herrschaftsbereich mit ein. Die gesellschaftliche Ordnung basierte damals auf Sklavenhalterherrschaft und Tributleistungen. Bis 1966 war Botswana britisches Protektorat und ist heute als Staat eine Präsidialrepublik mit einem Mehrparteiensystem.