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Benin

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Benin - Land zwischen Aberglauben und Zukunft

Benin, das bis 1975 Dahomey hiess, liegt in Westafrika und grenzt im Süden an den Golf von Guinea (Atlantischer Ozean), im Westen an Togo, im Nordwesten an Burkina Faso, im Nordosten an Niger und im Osten an Nigeria.

Ausgehend von der Bucht von Benin erstreckt sich das Land rund 670 km Richtung Norden. Der Süden ist tropisch feucht und die Landschaft besteht aus Lagunen entlang der Küste und einer Ebene, die von Ölpalmen bedeckt ist. Savannen folgen im Landesinneren. Diese gehen im Norden, wo Benin bis zum Niger reicht, in recht trockene Savannen über, die zumeist von Buschwerk und Dornengestrüpp geprägt sind.

Benin ist ein ausgesprochen armes Land wie man bereits bei einem Besuch in Cotonou leicht erkennen kann. Zwar ist der Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen ein Haupterwerbszweig des Landes, er reicht aber keineswegs aus, um Benin ein Auskommen oder gar Wohlstand zu bringen. In den ländlichen Gebieten des Landes versorgt sich die Bevölkerung nach wie vor selbst, indem sie von dem lebt was die eigenen Felder, Gärten oder Plantagen hervorbringen. Allenfalls reicht es um die Waren auf dem Markt zu verkaufen und für das Geld dringend benötige Artikel zu erwerben. Erschwerend kommt hinzu, dass in Benin eine sehr uneinheitliche Bevölkerungsstruktur anzutreffen ist, die aus über 60 ethnischen Gruppen und kleinen Volksstämmen besteht. Aberglaube, Voodoo und zahllose religiöse Riten bestimmen das Leben und den Alltag und darüber hinaus sind rund 60% der Bevölkerung Analphabeten.



Einst lebten auf dem Gebiet des heutigen Benin die Fon und war deren Reich entstanden. Bis 1894 unterwarfen die Franzosen die Fon und setzten 1911 den letzten König ab. Das Land wurde Kolonie Frankreichs in Französisch-Westafrika und erhielt den Namen Dahomey (Das Königreich Dahomey wurde im 17. Jahrhundert gegründet und bestand bis Ende des 19. Jahrhunderts). Seit einem Putsch 1972 entstand das heutige Benin als ein kommunistisches Land, das streng den Idealen des Marxismus-Leninismus verpflichtet war. Erst nach Unruhen zu Beginn der 90er Jahre kehrte das Land diesen Idealen den Rücken und ein Mehrparteiensystem wurde wieder eingeführt.



Touristisch ist das Land noch wenig erschlossen und ein fortkommen im Land schwierig. Wenn man Cotonou, die Hafenstadt im Süden erreicht, ist der erste Eindruck eines Europäers meist ernüchternd bis schockierend. Das Leben spiel sich auf der Strasse ab, die hygienischen Zustände in der Stadt sind sehr bedenklich. Überall bilden sich lange Schlangen, vor Behörden und Strassenverkehrs-Kontrollstellen. Schaut man genauer hin, entdeckt man eine freundliche aber Fremden gegenüber eher zurückhaltende Bevölkerung. Besonders interessant ist ein Gang über einen der Fetischmärkte auf denen alles angeboten wird, was man zur Durchführung der zahlreichen Riten und Zeremonien benötigt, die das Alltagsgeschehen in Benin immer noch bestimmen. Im Landesinneren herrscht ebenfalls Armut, aber durch ein ländlich geprägtes Leben in kleinen Dörfern ist diese Armut nicht so Augenscheinlich wie in den Städten. Die Landschaft ist tropisch grün, aber an vielen Stellen sehr durch Abholzung und Raubbau geschädigt.