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Belize


Belize - Mayaland und Tropenparadies

Belize liegt an der Ostküste der Halbinsel Yucatán und grenzt im Osten und Norden an das Karibische Meer, im Nordwesten an Mexiko, im Westen und Süden an Guatemala. Den Küsten des Landes sind zahllose Inseln und Korallenriffe vorgelagert und die Küstenregionen werden von ausgedehnten Sümpfen durchzogen. Noch immer sind große Teile des Landes mit tropischem Regenwald bedeckt und die Artenvielfalt in Flora und Fauna bemerkenswert. Die höchste Erhebung des Landes, der Victoria Peak, liegt bei rund 1200 m und das Klima reicht von subtropisch im Norden bis zu tropisch feucht im Süden mit Niederschlägen von über 4000 mm im Jahr.

Obwohl das Land einst von Maya bewohnt war, beträgt der Anteil der indigenen Bevölkerung nur noch rund 11%. Die größten Gruppen sind Mestizen (durch die Vermischung von Maya und den spanischen Eroberern) und die Kreolen. Das Land lebt heute vom Export. Die Ausfuhr von Bananen, Zitrus- und Tropenfrüchte, Fisch, Schalentiere und Tropenholz (!) sichert nur rund einem Drittel der Bewohner ein Auskommen. Der Tourismus soll nach dem Willen der Regierung künftig mehr gefördert werden.

Geschichtlich gesehen ist das Land Mayaland, deren Hochblüte zwischen 250 und 900 n. Chr. war. Als die Spanier im 16. Jh. ins heutige Belize kamen, lebten noch immer die Nachkommen der Maya hier. In der Folgezeit kam es zu Auseinandersetzungen mit den ursprünglichen Bewohnern und den Spaniern, die immer mehr die Macht übernahmen und begannen das Land wegen seiner wertvollen Hölzer und anderer Ressourcen auszubeuten. Britische Piraten fanden auf den Inseln vor der Küste und in den Sumpfgebieten perfekte Schlumpfwinkel und die Nachfahren der Maya gerieten immer mehr in die Sklavenarbeit in den Wäldern des Landesinneren. Bis die Sklaverei 1833 abgeschafft wurde starben Tausende. Die Zeit der britischen Kolonialherrschaft begann 1862 und bis ins 20. Jh. hinein wuchs der Widerstand der Maya-Nachkommen und ehemaligen Sklaven gegen die Kolonialmacht. Bis 1962 waren politische Parteien entstanden und 1973 wurde der Name von „British Honduras“ in „Belize“ geändert.


Noch ein langer Weg, fast 20 Jahre gingen ins Land bis Belize am 21. September 1981 unabhängig wurde. Eine Zeit der Ruhe kehrte erst ein, als Guatemala 1992 endgültig auf Gebietsansprüche in Belize verzichtete und die Unabhängigkeit offiziell anerkannte.