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Barbados
Barbados – Das Tor zur Karibik
Die Insel Barbados weist die Form einer Birne auf und ist die östlichste Insel der Kette der kleinen Antillen. Während ihre Ostseite den Fluten des Atlantiks ausgesetzt ist, kann man auf der Westseite, an der 'Goldcoast' die ruhigen Strände des Karibischen Meeres geniessen. Der Inselstaat ist Mitglied des Commonwealth of Nations und Heimat von über 200 000 Menschen.
Ursprünglich waren die in der Karibik heimischen Arawak und auch Kariben, die die Insel bewohnten. 1536 entdeckte Pedro Campo die Insel für Europa und benannte sie nach den "Bärtigen", den 'Barbados', die er vom Wasser aus an den Küsten stehen sah.
Dabei handelte es sich um die Bäume der Gattung „Ficus barbata“. Die großen Feigenbäume entwickeln starke Äste und ausladende Wurzeln, die von weitem gesehen durchaus für einen Bart gehalten werden können.
Schon kurz nach dem Eintreffen der Spanier setzte die Versklavung der Bevölkerung und deren Ausrottung ein. Um weiterhin genügend Arbeitskräfte für die Zuckerrohrplantagen zu haben, wurden Menschen aus den westafrikanischen Staaten Ghana, Togo, Benin, aus dem heutigen Sao Tomé und Principe und von den Kapverden als Sklaven in die Karibik verbracht. Noch heute sind 80% der Bewohner der Insel Barbados afrikanischer Abstammung. Doch zunächst verwaiste die Insel, nachdem alle Bewohner auf anderen Inseln zur Zwangsarbeit herangezogen worden waren. Der Neuanfang setzte 1625 ein, als Grossbritannien Barbados von den Portugiesen übernahm und in der Folgezeit ein reger Handel mit Zuckerrohrprodukten wie Rum und Zucker für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgte. Die Abschaffung der Sklaverei 1838 räume den ehemals geknechteten zunehmend gleiche Rechte ein und seit dem 30. November 1966 ist Barbados von Grossbritannien unabhängig und seine Haupteinnahmequelle ist der Tourismus.
Touristisch ist Barbados gut erschlossene und hat einige sehr attraktive Sehenwürdigkeiten zu bieten. An erster Stelle sind hier die Strände der Westküste zu nennen, die auf der vor Wind und starken Strömungen geschützten karibischen Seite der Insel liegen. Nicht umsonst wirbt der Inselstaat mit den Luxushotels entlang der so genannten 'Goldcoast', die ihren Namen nach den zahlreichen Sandstränden erhielt.
In Bridgetown, der Hauptstadt ist vor allem das Parlamentsgebäude sehenswert. Barbados besitzt das drittälteste Parlament des Commonwealh. Direkt davor steht, zum Gedenken an seine Heldentaten, die Statue von Admiral Horatio Nelson. Unweit des Platzes sollte der Besucher noch die St. Michaels Kathedrale besuchen.
Eine Inselrundfahrt führt vorbei an ausgedehnten Zuckerrohrfeldern Richtung Süden. Hier ist Sams Lord Castle sehenswert, das einst dem Piraten Samuel Hall Lord gehörte sowie das Crane Beach Hotel. Entlang der Ostküste kann man den Batsheba erreichen mit seinen riesigen Steinformationen entlang der Küste sowie eine der ältesten Pfarrkirchen St. Johns. Hier befindet sich auch ein historischer Friedhof und man geniesst einen weiten Blick entlang der Nordostküste. Durch die Insel geht es vorbei an den Ruinen von Farley Hill zum 340 m hohen Mount Hillaby und dem Lions Hill mit seiner militärischen Wachstation zur Harrisons Cave, einem interessanten Höhlensystem, durch das man sich fahren lassen kann, zurück nach Bridgetown. Und natürlich sollte auch ein Besuch einer Rummanufaktur nicht fehlen wie z. B. Mount Gay oder Cockspur.
