baikalsee
Baikalsee
der Baikalsee ist ohne Frage der tiefste Binnensee der Erde. Über seine Tiefe exsistierten bis im Jahre 2008 jedoch unterschiedliche Angaben. Tiefen von bis zu 1637 m wurden angegeben. Am 22. Juli 2008 erreichten zwei russische Mini-U-Boote, Mir1 und Mir2 den Grund des Baikalsees in 1680 m Tiefe. Damit ist der See rund 50 m tiefer als bisher angenommen. Der Baikalsee gehört seit 1996 dem Weltnaturerbe der UNESCO an und liegt in Sibirien.
Mit einem Alter von rund 25 Millionen Jahren ist er das älteste Binnengewässer der Erde und ist 31 492 qkm groß. Von Südwest nach Nordost ist der Baikalsee 673 km lang und maximal 82 km breit. Würde man den See entlang seiner ufer umrunden so müsste man 2125 km zurücklegen.
Insgesamt stellt der See das fünft größte Süßwasservorkommen der Erde dar und ist damit für die ganze Menschheit von unschätzbaren Wert. Insgesamt münden 336 Flüsse und Bäche in den Baikalsee. Er gehört zu den tektonsichen Seen, den in ihm befindet sich der Riss entlang der eurasischen und der amurischen Platte. Da der Riss mit Sedimenten gefüllt ist, kann das Wasser nicht abfließen, eine typische Erscheinung in einem tektonischen See.
Wäre der Riss frei von diesen Sedimenten entstünde eine Vertiefung von rund 6km und der See wäre vermutlich genauso tief. Im Baikalsee gibt es 22 Inseln und zahlreiche Felsen. Der See hat zunehmende unter dem Einfluss des Menschen zu leiden. Ungebremste Wasserentnahme, Wasser verschmutzende Industrien und der Klimawandel setzen dem Baikalsee ebenso zu wie allen anderen großen Binnenseen der Erde.
Seitdem der Baikalsee Weltnaturerbe ist, wurden zahlreiche kleinere und größere Naturschutzgebiete und Nationalparks in der Region eingerichtet.
