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Aserbaidschan (Land, Kontinen: Asien)
Aserbaidschan - Der Kaukasus, autonome Regionen und grosse Geschichte
Aserbaidschan ist die grösste der drei Kaukasusrepubliken. Das Landschaftsbild dieses Landes ist sehr unterschiedlich und reicht von den landwirtschaftlich genutzten Ebenen des Tieflands von Lekoran im Südosten und den Ausläufern des Talyschgebirges bis hinauf in die Höhen des grossen und kleinen Kaukasus im Norden und Süden. Hier erreichen Berge wie der Bazardüzü 4466 m und die Hochebenen sind wüstenhaft oder von Steppen bedeckt. Die Mitte des Landes bildet das ausgedehnte Tal, dass der grösste Fluss des Kaukasus, die Kura durchzieht, die ingesamt 1364 km lang ist und bei Ming?çevir zu einem 605 qkm grossen künstlichen See aufgestaut wird. Hier befindet sich auch das für die Energieerzeugung errichtete Kraftwerk.
Das Land kam aber nicht zur Ruhe. Schon 1992 kam es erneut zum Krieg, dieses Mal gegen Armenien und um Berg-Karabach. 1993 folgten weitere Unruhen im Süden des Landes und man rief die autonome Republik von Talysh-Mugan aus, die nur kurz existierte. 2002 kam es zu Wahlen, die als manipuliert bezeichnet worden sind. Das Land hat besondere Schönheiten der Natur und einmalige Zeugnisse seiner langen Geschichte aufzuweisen, darunter der See Hek Hel, der in einem Naturschutzgebiet liegt und dem Besucher Ruhe und ausgedehnte Wanderwege bietet.
Die rund 4000 Steinzeichnungen von Kobystan bringen den Interessierten zurück in die Steinzeit und zeigen, dass das Leben damals ein sehr einfaches und ländlich geprägtes war. Die Handwerkskunst ist noch heute im Landesinnern weit verbreitet. Seit Generationen ist die Kunst der Teppichherstellung weitergereicht worden und die Region um die alte Hauptstadt Schemachi ist berühmt für die Seidenweberei und die Zucht der Seidenraupen. Und wer einen Badeurlaub anstrebt, der sollte ans Kaspische Meer kommen. Sonne, Strand und die Gewissheit, dass man hier keinen Massentourismus zu fürchten hat, machen einen Aufenthalt hier interessant - auch wenn er vielleicht nicht Wirklichkeit werden kann oder wird.
Und schliesslich lohnt auch die Hauptstadt Baku. Trotz katastrophaler Umweltschäden durch die Öl- und Gasindustrie rund um die Stadt, ist das Altstadtviertel 'Icheri Sherher' bestens restauriert und modernisiert. Hinter den Mauern liegt eine andere Welt - so liest man es selbst in den Veröffentlichungen der für den Tourismus Verantwortlichen. Moscheen, historische Häuser aus 1000 Jahren Geschichte, Karawansereien, muslimische Bäder und nicht zuletzt ein Teppich-Museum sind das Programm, das man nicht in einem Tag abspulen sollte. Vielleicht ist ja noch Zeit für einen Besuch in einem der zahlreichen Restaurants oder Cafes. Überall im Land und auch in den umliegenden autonomen Regionen hofft man auf den Tourismus, der aber, angesichts der immer noch nicht stabilen politischen Lage, nach wie vor auf sich warten lässt.
