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Ökosystem

Ökosysteme setzen sich aus unbelebten (abiotischen) und belebten (biotischen) Komponenten zusammen. Die Gesamtheit der biotischen Organismen – der Tiere und Pflanzen – wird auch als Biozönose oder Lebensgemeinschaft bezeichnet. Die Biozönose besiedelt einen unbelebten Lebensraum, das Biotop.


In Zeiten des Klimawandels auf unserem Planeten richtet sich das Augenmerk auch immer mehr auf die Ökosysteme der Erde, die durch diesen Klimawandel besonders betroffen sind. Streng genommen ist die gesamte Erde ein Ökosystem. Vereinfacht beschrieben könnte man den Begriff Ökosystem mit Lebensraum beschreiben, in dem sich typische Pflanzen- und Tiergesellschaften bildeten. Auch alle Meere, bleibt man in dieser großflächigen Betrachtungsweise, die rund 70 % der Erdoberfläche bedecken sind ein Ökosystem.


In einem Ökosystem unterteilt man die Lebewesen in 3 Klassen, die Produzenten, die Konsumenten und die Reduzierten. Produzenten sind im allgemeinen Pflanzen und Bakterien, die mithilfe der Fotosynthese den Energiehaushalt sowie den Stoffwechsel des Ökosystems sicherstellen und einem empfindlichen Kreislauf in Gang setzen. Die Verbraucher dieser Energie, die sogenannten Konsumenten - gleichzusetzen mit Menschen und Tieren sind auf diese Energie angewiesen, die in Form von organischen Substanzen aber auch Fleisch zur Verfügung stehen. Tiere wie Regenwürmer zerkleinern dann die organischen Substanzen und sorgen dafür, dass sie dem Boden wieder zugeführt werden.


Hier sind es schließlich die Reduzenten wie Pilze und Bakterien, die diese Biomasse in ihre Ausgangsstoffe, im Magnesium, Kalzium und Phosphor zurückversetzen. Fast jedes Lebewesen findet in einem Ökosystem seinen Platz - eine Nische - in der es durch seine Lebensweise, die Art der Futtersuche, dem Vermeiden von Konkurrenz mit anderen Lebewesen, überleben kann.


So entsteht ein empfindlicher Kreislauf, der auf Unterbrechungen und Störungen von außen äußerst empfindlich reagiert, sodass durch massive Eingriffe des Menschen in die Ökosysteme der Erde heutzutage vielerorts deren Beschädigung oder Zerstörung zu beklagen ist. Auch die Möglichkeit in unserer Zeit innerhalb weniger Stunden an jeden entlegenen Ort der Welt zu gelangen, stellt eine Bedrohung für viele Ökosysteme auf unserer Erde dar.


Tiere und Pflanzen werden binnen kurzer Zeit in fremde Ökosysteme eingeschleppt, vermehren sich dort schädigen die Flora und Fauna, die ihnen nichts entgegenzusetzen hat, nachhaltig. Beispiele hierfür sind die Hawaiianischen Inseln, die Inseln der Südsee, Neuseeland und viele der Indonesischen Inseln. Hier haben sich in Abgeschiedenheit oftmals über lange Zeit ganz eigene Ökosysteme gebildet, deren Funktion durch eingeschleppte Haustiere wie Ratten, Mäuse, Hunde oder Hauskatzen verändert, beschädigt oder bereits zerstört wurde.