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Äquatorialguinea (Land, Kontinent: Afrika)
<Äquatorialguinea – Das zweigeteilte Land
Äquatorialguinea ist ein zweigeteiltes Land. Es besteht aus einem Teil auf dem afrikanischen Festland genannt Mbibi und verschiedenen Inseln. Die größte dieser Inseln ist mit 2017 km² Bioko, das bis 1973 unter den Namen Santa Isabel und Fernando Poo bekannt war und dann eine Zeitlang Macias Nguema Byogo (nach dem damaligen Präsidenten Francisco Macías Nguema) hieß. Rund 300 km südwestlich befindet sich die ebenfalls zum Staatsgebiet gehörende Insel Annobón. Die Hauptstadt Malabo liegt auf Bioko.Weitere Inseln wie Corisco, Elobey Grande und Elobey Chico gehören ebenfalls zu Äquatorialguinea. Das Land wird von feuchtheißem tropischen Regenwaldklima dominiert.
Einmal mehr waren es die Portugiesen, die als erste Europäer ihren Fuss auf den Boden des heutigen Äquatorialguineas setzten. Seefahrer wie Ferbao do Póo und mehrere ihm nachfolgende portugiesische Kapitäne hatten das land zwar für ihren König in Besitz genommen, aber Portugal trat den Küstenstreifen und zwei Inseln 1778 an den Nachbarn Spanien ab. Es sollte noch bis 1968 dauern, bis Äquatorialguinea von Spanien unabhängig wurde. Das Land kam aber auch als unabhängiger Staat nicht zur Ruhe. So prägte ein blutiges Regime das politische Geschehen des Landes mit zahllosen Opfern bis zum Putsch von 1979.
Einige Jahre kehrte vermeintlich Ruhe ein – aber im Jahr 2004 kam es zu einem erneuten Putschverusch, die Regierung blieb aber an der Macht. Obwohl auch Äquatorialguinea über Erdölvorkommen verfügt, bringen diese Ressourcen der breiten Masse der Bevölkerung keinen Wohlstand, die Gesellschaft wird eher von Spannungen und Unruhen, von Miss- und Aufständen geprägt. Nicht zuletzt weil ausländische Erdölfirmen das Öl fördern und weiter verarbeiten, ist Äquatorialguinea trotz gültiger Verträge der Verlierer und profitiert auch nicht von der beginnenden Ausbeutung der Erdgasreserven. Freies Reisen im Land ist defacto unmöglich. Ausserhalb der Hauptstadt Malabo müssen diese von den lokalen Behörden bewilligt werden.
Der Teil Äquatorialguineas, der auf dem Festland liegt umfasst eine breite Küstenebene, die nach Osten zu einem Bergland mit bis zu 1200 m Höhe ansteigt. Die Inselgebiete im Golf von Guinea gehören zur Vulkankette der Kamerunlinie die auf der Insel Bioko im Pico Santa Isabel 3008 m erreicht. Die festländische Küste ist reich an Mangroven. Ähnlich wie in Angola gehört die Mehrheit der Bevölkerung Bantuvölkern an. 45 % der Gesamtbevölkerung leben bereits in Städten. Bedingt durch die Geschichte der christlichen Missionen in Äquatorialguinea sind heutzutage fast alle Einwohner katholisch. Trotz Schulpflicht ist jeder zweite Mensch an Alphabet. Noch immer gehört Äquatorialguinea zu den ärmsten Staaten Afrikas. Die Menschen sind Selbstversorger und der Export von landwirtschaftlichen Produkten wie Maniok, Bataten, Bananen und Kokosnüssen bringt nicht genügend Devisen ins Land.
